EXPANDION - Immobilienmakler - Gewerbeimmobilien - 02051-958550

Dienstleistung für Gewerbeimmobilien!

EXPANDION Immobilienconsulting GmbH - Chartered Surveyors - vermittelt und berät als Immobilienmakler bei Gewerbeimmobilien und Projekten. Unser Schwerpunkt als Makler und Berater liegt auf auf der Vermarktung von Einzelhandel-, Büro-, Hotel-, Logistik-, Industrie- sowie Spezialimmobilien und Gewerbegrundstücken.

Expandion zeichnet sich für unsere Kunden durch Transparenz und absolute Diskretion aus. Wir entwickeln als Gewerbemakler aus Velbert Ideen und Konzepte nach den Wünschen unserer Kunden und bieten Ihnen eine Vielzahl von interessanten Objekten an. Aus diesem Angebot suchen wir für Sie die Immobilien aus, die Ihren Anforderungsprofilen entsprechen.

Unsere Kunden begleiten wir als Gewerbeimmobilienmakler in allen Phasen des Vermietungs- und Transaktionsprozesses. Bei der Marktwertermittlung und der Bewertung Ihrer Immobilie bezieht Expandion neben Lage und Zustand auch aktuelle Trends sowie städtebaupolitische und finanzierungstechnische Aspekte in unsere Überlegungen mit ein.


Neuigkeiten - Aus der Immobilienwelt


Zurück zur Übersicht

22.06.2020

Die Innenstädte müssen sich verändern Quelle: Haufe Online v. 22. Juni 2020

Das geplante Aus für Dutzende Kaufhof-Filialen bringt eine alte Diskussion neu in Gang. Kommunen machen sich Sorgen, dass die Innenstädte veröden. Es gibt aber auch Experten, die Chancen sehen: Ein Revival des Wohnens in der City etwa. An "Runden Tischen" sollen Zukunftskonzepte entwickelt werden.

62 City-Filialen will der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof dicht machen, außerdem 20 Filialen von Karstadt Sports. Das weckt in vielen Kommunen die Angst vor verödeten Innenstädten. Welche Filialen betroffen sein werden, ist noch nicht bekannt. Nach Informationen des "Kölner Stadt-Anzeigers" sollen die Niederlassungen in Köln, Düsseldorf, Dortmund, Essen, Hamburg und München geschlossen werden – außerdem die Hauptverwaltung von Karstadt Sports in Essen.

Galeria Karstadt Kaufhof – als prominentes Beispiel – war durch die Corona-bedingte Schließung aller Filialen in eine Krise geraten und hatte Anfang April Rettung in einem Schutzschirmverfahren suchen müssen. Das Unternehmen rechnet aufgrund der Pandemie und dem dadurch ausgelösten Konjunkturabschwung bis Ende 2022 mit Umsatzeinbußen von bis zu 1,4 Milliarden Euro.

Sorgen um Attraktivität der Innenstädte
Kommunen und Politik warnen vor einem Aussterben der Cities. "Für unsere Innenstadt würde das einen großen Einschnitt bedeuten", sagte Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU). Christian Geselle (SPD) Oberbürgermeister von Kassel, bezeichnete die Warenhäuser als Magnet für die Innenstädte: "Jede Schließung wirkt sich unmittelbar verheerend auf die Attraktivität von den zentralen Orten in unseren Städten aus."

Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, forderte Städte und Gemeinden, Unternehmen, Handel und Vermieter zu gemeinsamen Anstrengungen auf, auch um weitere Schließungen zu verhindern. Galeria Karstadt Kaufhof stehe nur stellvertretend für die Krise vieler stationärer Händler: 50.000 Einzelhändler stünden vor der Pleite. Der "Passauer Neuen Presse" sagte Landsberg, eine zentrale Rolle komme den Immobilieneigentümern zu.

Center-Manager ECE, einer der großen deutschen Handelsvermieter, kündigte Entgegenkommen an. "Solange noch nichts endgültig entschieden ist, wollen wir versuchen, weiter mit Karstadt Kaufhof zu verhandeln und für die Standorte zu kämpfen", erklärte Steffen Eric Friedlein, Geschäftsführer Vermietung der ECE, am Wochenende. Zwölf der betroffenen Kaufhof-Filialen befinden sich in Shopping-Centern, die von der ECE betrieben werden.

Revival für das City-Wohnen?
Nicht nur die Corona-Pandemie als Zäsur am Einzelhandelsmarkt, auch der Strukturwandel im Einzelhandel selbst schränkt seit Jahren die Funktionsfähigkeit der Innenstädte ein. Leerstände von Ladenlokalen haben auch Auswirkungen auf die Wohnnutzung. "Um die Attraktivität der öffentlichen Räume in den Innenstädten zu sichern oder gar zu erhöhen, treten die Kommunen immer stärker in die Rolle des Managers", hieß es bereits 2016 in einem Forschungsprojekt des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Schon damals wurde gefordert, dass Wirtschaft, Initiativen, Vereine und Einzelpersonen mit ins Boot geholt werden müssten, um gemeinsam Angebote für die Innenstädte zu entwickeln und mögliche Nutzungskonflikte aufzulösen.

Der Chef des Städte- und Gemeindebundes greift das Thema nun wieder auf. Im Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) betonte Landsberg, die Pandemie biete auch eine Chance.

"Es muss uns gelingen, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln – zum Beispiel Gemeinschaftskonzepte zwischen Handel, Gastronomie, Kultur, aber auch Büronutzungen." Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds

Das Wohnen in den Innenstädten könne wieder attraktiver werden, zumal wegen des Trends zum Homeoffice weniger Büroräume gebraucht würden. Landsberg zufolge planen mehrere Kommunen – unter anderem Berlin – "Runde Tische" mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften, um Zukunftskonzepte zu entwickeln. Landsberg schlug vor, eine Strategie für die weitere Nutzung der Gebäude zu entwerfen.

Stadtforscher Thomas Krüger sagte vor Kurzem in einem "tagesschau.de"-Interview, das durch die Folgen der Corona-Pandemie für die Innenstädte "eindeutig" Chancen für Wohnen in den Innenstädten bestünden. Umverteilung ist das Stichwort: Abgesehen von einer Umstrukturierung im Handel habe auch das "Arbeiten in der Nachbarschaft" große Chancen, führte Krüger aus – also nicht nur im Homeoffice, sondern auch im großzügigen Co-Working-Space "um die Ecke". So könne die bislang starke Konzentration auf die Zentren und die großräumige funktionale Teilung von Arbeiten, Wohnen, Einkaufen und Produktion zurückgefahren werden, was wiederum die Quartiere aufwerten könnte.



Zurück zur Übersicht